Bauschutt zu Beton: Vielseitigkeit spart aktiv Kosten!

Auf der Baustelle fällt Schutt an? Sie wissen nicht, wohin mit Restmengen und Zuschnitten? Die Lösung liegt nah: Selbst wenn auf der Baustelle nicht alles nach Plan verläuft und nachgearbeitet werden muss, gibt es immer noch die Möglichkeit, Bauschutt zu sammeln und zu zerkleinern. Sie landen als Gesteinskörnungen im Beton – und bilden so die ökologische Grundlage für neue Bauten.

Es klingt ungewöhnlich, aber es ist nur ein weiterer Beleg für die nahezu unbegrenzte Vielseitigkeit von Beton: Der spart an vielen Ecken und Enden bares Geld. Aus Bauschutt, aus Resten und Industrie-Nebenprodukten, ja sogar aus nicht verwendeten Bauteilen wird Beton! Im Prinzip ist es ganz einfach: Das Material wird zerkleinert und bildet so wieder die Basis für Beton.

Nachfrage nach zerkleinerten Materialien steigt

In ganz Europa steigt die Nachfrage Jahr für Jahr: Gesteinskörnung beispielsweise als Grundlage für Beton erleichtert die Produktion und macht den Werkstoff so noch kosteneffizienter. Zum Teil wird der Einsatz von Recycling-Material sogar gefördert. Selbst Hüttensand aus der Eisen- und Stahlindustrie oder Flugasche aus Kohlekraftwerken, die sonst aufwändig deponiert würde, können völlig unbedenklich zu Beton verarbeitet werden.

Als Hauptbestandteile des Zements können sie die Leistungsfähigkeit von Beton sogar verbessern. Positiver Nebeneffekt: Der Einsatz von gebranntem Portlandzementklinker kann so stark vermindert werden. Auf diese Weise schont die Betonindustrie die natürlichen Ressourcen in doppelter Weise: Es wird weniger Deponieraum für Bauschutt benötigt – und der Verbrauch natürlicher Rohstoffe wird reduziert. Auch der Straßenbau profitiert übrigens von solchen Gesteinskörnungen aus Recyclat.

Verwertung statt Abriss: Wände & Decken in Wiederverwendung

Selbst wenn ein Gebäude an sein „Nutzungsende“ kommt, wenn es also klassisch abgerissen werden müsste, kann Beton sogar ohne allzu großen Aufwand wiederverwendet werden – oft sogar zur Gänze. Was nicht gleich wieder in Aktion tritt, kommt in das ausgeklügelte Recycling-System. Am Ende wird, unbedenklich und sicher, neuer Beton daraus – mit all seinen guten Eigenschaften.