Betonkanu-Regatta 2019: Team der TU Graz gewinnt Sonderpreis

02.07.2019

Alle zwei Jahre findet sie statt: 2019 wurde in Heilbronn bereits die 17. Deutsche Betonkanu-Regatta veranstaltet. Heuer waren am letzten Juniwochenende zwei österreichische Teams am Start – bei hochsommerlichen Temperaturen.

Dass es bei der Betonkanu-Regatta nicht in allererster Linie um sportliche Hochleistungen geht, ist schnell klar: Vor den Rennen herrscht beste Laune, es wird gegrillt, hier und da gibt’s sogar ein Bier dazu. Der Spaß steht an den Wettbewerbstagen durchaus im Vordergrund.

Feierlaune nach getaner Arbeit: Das Betonkanu-Team der TU Graz (Bildrechte dort)

Aber es geht nicht nur um Spaß und Freude – schließlich treffen hier Studentinnen und Studenten gegeneinander an, die sich in vielen Stunden auf das Ereignis vorbereitet haben. Dazu zählt zwar auch körperliche Fitness, aber wichtiger sind die aufwendigen, von blühender Fantasie getragenen Konstruktionen: Die Betonkanu-Regatta ist eine Mischung aus hoher Beton- und Bootsbaukunst, sportlichem Wettkampf und Spaß.

Die Teams kommen aus Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird – hauptsächlich aus berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen und Hochschulen. Wichtigste Aufgabe ist es, Festigkeit und Wasserdichtheit der Baustoffe so für die Kanukonstruktion zu nutzen, dass am Ende leichte, aber robuste Kanus entstehen. Wie das geht, tat das Team der TU-Graz während der Vorbereitung immer wieder auf ihrer Facebook-Seite kund.

FH Campus Wien – Vorbereitungen für Heilbronn (© Zement + Beton)

Die Devise: Nicht untergehen – sondern gewinnen!

Nicht unterzugehen – das ist nur ein Teil der Lösung. Dass schon die Bootstaufe aufregend sein kann, bewiesen die Studierenden des Departments Bauen und Gestalten von der FH Campus Wien. Die konstruierten nämlich gleich zwei Betonkanus und ließen sie vor der Reise nach Heilbronn an der Neuen Donau in einer konzertierten Aktion zu Wasser. Einige Badegäste staunten nicht schlecht.

Mit dabei war übrigens eine „rasende Reporterin“ von „Zement + Beton“! Und sogar das Fernsehen berichtete!

Studentinnen, Studenten, dazu Lehrlinge und Berufstätige sind in den Teams aktiv. Sie stecken ihr gesamtes Können und Wissen, ihr ganzes Engagement und große Teile ihrer Freizeit in dieses Projekt – ohne zu wissen, ob es am Ende gut ausgeht. Denn immer wieder kommt es vor, dass Boote während des Rennens sinken. Oder davor.

Betonkanu-Taufe an der Neuen Donau: Das Team aus dem Department Bauen und Gestalten mit Markus Vill (Fotorechte dort)

Heuer kam es auf dem Neckar in Heilbronn zu packenden Rennen bei hochsommerlichen Temperaturen. Auf dem Siegerpodest landeten bei den Herren das Boot der HTWK Leipzig, bei den Damen hatte das Team der Uni Twente die Nasen vorn.

Konstruktionspreis: TU Graz auf dem zweiten Platz

Umkämpft waren auch die weiteren Preise: Der Konstruktionspreis ging an die FH Münster mit ihrem Boot „BauInguin“, im Gestaltungswettbewerb kam der Sieger aus der Bauhaus-Uni Weimar. Und in der Offenen Klasse musste sich das Betonkanu-Team der TU Graz mit ihrem Kanu „Extension“ nur einem Gegner geschlagen geben: Die Konkurrenz aus Hannover war mit dem Boot „Leibniz Schwimmdock“ stärker.