Beton: Kostensenker in Hybrid-Konstruktionen

Hybrid-Module gehören längst zum modernen Bauen. Stahlblechteile, Holzverbindungen – oder aber die Kombination aus vorgefertigten Bauteilen. Ortbeton und Stahl in Mischbauweisen können deutliche Vorteile mit sich bringen: bei der Optimierung der Abläufe ebenso wie bei den Kosten.

Der Systembaustoff Beton bringt seine positiven Eigenschaften hier voll zur Geltung: Genauigkeit, hochwertige Oberflächen und Einbaugeschwindigkeit. Und, nicht zu vergessen: Ästhetik. Dass Beton auch diffizile Aufgaben spielend lösen kann, zeigt sich bei seiner wichtigen Rolle in Hybrid-Konstruktionen. Ein sehr gutes Beispiel für dieses Prestige ist eine Brücke: Bei dieser komplexen Konstruktion sind die Randbedingungen durch Lage, Einbau und Befahrbarkeit vorgegeben.

Beton schafft elegante Lösungen durch Vielseitigkeit

Diese Vorgaben können zu sehr eleganten Lösungen führen, beispielsweise mit Fachwerken aus „liegenden“ Stahlblechen. Dünne Stahlbetonplatten als Obergurte in Verbund mit den Fachwerken ergaben bei einem konkreten Fall äußerst leichte und einfach zu handhabende Fertigteile. Je Tragwerk wurden drei Träger im Ganzen zur Baustelle transportiert und umgehend eingehoben.

Mit zusätzlichen Endquerträgern und der Fahrbahnplatte aus Ortbeton – also Beton, der direkt auf der Baustelle verarbeitet wird – entstanden wieder monolithische Tragwerke. Keine Schalung, keine Rüstung – direkt über einer Autobahn! Diese Ersparnis garantierte dem Projekt eine ursprünglich kaum einkalkulierbare Wirtschaftlichkeit.

Monolithische Einheiten durch Ortbeton

Bei Konstruktionen wie der erwähnten Brücke sieht man auf den ersten Blick nicht, dass sie vorgefertigte Elemente enthalten. Denn nicht die Fertigteile bestimmen die Form, sondern die Form bestimmt die Fertigteile. Kaum zu glauben, aber wahr: Fertigteile erhöhen die Flexibilität!

Diese Teile müssen mittels Ortbeton zu monolithischen Einheiten zusammengefügt werden, damit  robuste, wartungsfreundliche und dauerhafte Bauwerke erschaffen werden können. Oft gegensätzliche Bedingungen können bei solchen Hybrid-Konstruktionen auch gemeinsam erfüllt werden: Wirtschaftlichkeit und Gestaltung. Denn die Ästhetik kommt nicht aus einem aufgesetzten Zierrat, sondern allein aus der Konstruktion.