„Beton im öffentlichen Raum ist die beste Alternative!“

Es sind vor allem die öffentlichen Plätze, die das Bild einer Gemeinde bestimmen. Plätze spielten in allen Epochen der Baukunst eine enorme Rolle – heute steht die Freiraumplanung im besonderen Interesse der Öffentlichkeit. 

Die Menschen verlangen nach dauerhaften Lösungen, die historische Gegebenheiten ebenso berücksichtigen wie moderne Anforderungen an Ästhetik und vor allem auch nach einer nachhaltigen Qualitätssicherung des Gesamtbauwerkes. „Da ist es kein Wunder, dass hier immer häufiger Betonpflaster und -plattensysteme anzutreffen sind“, meint Robert F. Holzer, Vizepräsident des VÖB (Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke) und CEO der Semmelrock Gruppe. Wir sprachen mit ihm.

Herr Holzer, bei der Gestaltung des öffentlichen Raums wird von Planern und Architekten höchste Sensibilität gefordert. Welche Aufgaben hat dieser Raum heute?

Holzer: „Öffentlicher Raum ist die lebendige Basis für das soziale und kulturelle Gefüge einer Stadt. Gerade Plätze haben viele Aufgaben, sie sind Ausdruck des Gestaltungswillens und des kulturellen Selbstverständnisses einer Gesellschaft. Ein Platz kann nur dann funktionieren, wenn die Flächengestaltung den Bedürfnissen der Menschen entspricht. Dazu zählt selbstverständlich auch das Kostenbewusstsein.“

Welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden?
Holzer: „Um gerade einen traditionsreichen Platz zum gelebten Zentrum einer Stadt zu machen, braucht es eine Lösung, die sich architektonisch und optisch in ein historisches Ensemble einfügt. Ein vielseitiger kultureller Freiraum muss hochbelastbar sein und Multifunktionalität ermöglichen, er muss also auch moderne Bedürfnisse erfüllen. Da ist es kein Wunder, dass im öffentlichen Raum immer häufiger Betonpflaster und -plattensysteme anzutreffen sind.“

Warum ausgerechnet Beton?
Holzer: „Beton genügt langfristig allen Vorgaben der öffentlichen Hand, seien sie gestalterischer, ökologischer oder ökonomischer Natur. Einerseits verfügen wir hier über einen nachhaltigen mineralischen Werkstoff, der ohne importierte Stoffe auskommt. Und andererseits lassen sich mit Beton individuelle Lösungen gestalten, die historische Gegebenheiten mit neuem Leben füllen. Im Gegensatz zu anderen Materialien ist Beton extrem beständig. Das ist in unserem Land von großer Bedeutung, wo wir es im Sommer mit Hitze und im Winter mit häufigen Frost/Tau-Wechseln zu tun haben. Beton übersteht das alles problemlos und ohne Rissbildungen oder sonstige Schäden, wenn die Produkte von einem qualifizierten Produzenten stammen und der Norm entsprechend geplant und verlegt wurden. Grundsätzlich spielen der Planer und der Verleger eine wesentliche Rolle zur Sicherstellung einer nachhaltigen Qualitätssicherung des Gesamtbauwerks.“

Das heißt, dass Beton auch den Sanierungsbedarf gering hält?
Holzer: „Für kreative Ortsbildgestaltung stellen Betonpflastersysteme in der Tat meist auf Dauer die wirtschaftlichste Alternative dar, insbesondere in Hinblick auf die lange Lebensdauer. Bei Aufgrabungen oder Umbauarbeiten lassen sich die Steine problemlos wieder einpflastern und die Fläche bleibt immer einheitlich gestaltet. Aber man darf nicht vergessen, dass die Entscheidung für Beton ebenso das größtmögliche Potenzial an Gestaltung mit sich bringt, denn mit Beton lassen sich mit wenig Aufwand alle möglichen Formen und Oberflächen produzieren! Beton kreiert Lebensräume, die den Lifestyle widerspiegeln.“ 

Das heißt, dass Beton in allen Bereichen Vorteile besitzt?
Holzer: „Ja. Heute gelingt es mit Betontechnologien leicht, Oberflächenstrukturen so zu gestalten, dass sie sich harmonisch in jedes Stadtbild einfügen. Dazu kommen weitere Aspekte wie Langlebigkeit, hohe Beständigkeit und die Möglichkeit des Wiederverlegens. Im öffentlichen Raum haben sich die Anforderungen an eine optimale Flächengestaltung vervielfacht. Dafür ist Beton heute einfach die beste Alternative.“