Weltmeister aus Österreich: Unsere Betonbauer sind spitze!

Die 43. WorldSkills in São Paulo waren die größten, die es jemals gab: Bei den Berufsweltmeisterschaften traten im August 2015 ganze 1189 Teilnehmer aus 59 Ländern gegeneinander an. Österreich ging mit 35 Teilnehmern an den Start. Mit großem Erfolg: Fünf Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille und fünfzehn Exzellenz-Medaillen konnte sich das „Team Austria“ sichern. Ganz vorne mit dabei: die Beton-Branche!

Gleich zwei der insgesamt fünf Weltmeister kommen aus dem österreichischen Bauwesen: Michael Haydn und Alexander Hiesberger von Strabag in Wien gewannen den Titel im Betonbau! „Gold hier in Brasilien, wo letztes Jahr die Fußball-WM stattfand,“ sagten die beiden Betonbauer einstimmig, „das ist einfach Wahnsinn!“ Dazu kam, dass die Kategorie Betonbau erstmals ausgetragen wurde – es war also ein Premierensieg der beiden Österreicher. Kein Wunder, dass Haydn und Hiesberger bei der Rückkehr am Wiener Flughafen euphorisch empfangen wurden.

Da hatten die beiden schon gelernt, mit den starken Eindrücken umzugehen. „Die vier Tage waren wahnsinnig anstrengend,“ sagte Michael Haydn nach der Rückkehr, „aber es war einfach ein Erlebnis.“ Die Anstrengung war den Weltmeistern noch anzusehen, schließlich hatten sie gegen eine starke internationale Konkurrenz zu kämpfen. Alexander Hiesberger beeindruckte auch die enorme Resonanz in der brasilianischen Metropole: „Es ist unglaublich hart, die Zuschauer auszublenden, aber wir haben einen guten Job gemacht.“ Vor allem bei der Fertigstellung war der Druck gewaltig, denn das Publikum zählte den Countdown laut mit. Insgesamt 200.000 Zuschauer besuchten die Veranstaltung!

Ausbildung in Österreich: professionell vorbereitet

„Die beiden jungen Facharbeiter haben punktgenau ihre Leistung abgerufen“, sagte Ausbilder Thomas Prigl – solche Sätze bekommen sonst höchstens Fußballprofis zu hören. Aber schon die Vorbereitung war professionell und akribisch, dazu zählten auch mehrere Übungseinheiten. Der Dank ging auch an die Sponsoren, ohne die solche Erfolge nicht möglich gewesen wären. Das Duo hatte übrigens schon bei den Staatsmeisterschaften 2014 gelernt, mit Druck umzugehen – und sich den Titel gesichert.

Der Medaillenregen zeigt vor allem eines bestens: In Österreich wird auf internationalem Topniveau ausgebildet, österreichische Facharbeiter sind in der ganzen Welt konkurrenzfähig. Das soll das Land übrigens auch als Veranstalter unter Beweis stellen: Zumindest die EuroSkills sollen 2020 nach Österreich geholt werden. „Wir wollen die Europameisterschaft der Fachkräfte nach Graz holen“, erklärte Josef Pickl-Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits, erste Gespräche wurden bereits geführt, die Messe Graz schon einmal für den September 2020 gebucht. Bleibt noch die Frage nach der Finanzierung – die soll zu zwei Dritteln von Bund, Ländern und Wirtschaftskammern kommen, der Rest soll durch Sponsoren abgedeckt werden.

Weltmeister im Berufsalltag: Betonprodukte aus Österreich

Bis dahin können die österreichischen Betonbauer weiter üben: In ihrem Berufsalltag zeigen sie Tag für Tag, dass sie zu den besten der Welt gehören. Auch wenn es nicht immer Medaillen regnet: Die österreichische Beton-Branche hat allen Grund, mit Stolz auf die Ergebnisse ihrer Tätigkeiten zu blicken.

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